Die Haltung von Reptilien erfreut sich in Deutschland seit Jahren einer steigenden Beliebtheit. Doch nicht jeder Tierarzt kennt sich mit den Krankheiten und besonderen Haltungsansprüchen dieser Tiere aus, da dieses Wissen im tiermedizinischen Studium nicht zum Standardlehrplan gehört. Reptilien unterscheiden sich in vielen Punkten von Haustieren wie Hund und Katze. So haben Sie einen anderen Stoffwechsel und vertragen zum Beispiel einige Medikamente nicht, die bei Säugetieren angewendet werden.

 

Viele Reptilien werden krank, weil durch Unwissenheit oder falsche Beratung ihre besonderen Haltungsansprüche nicht erfüllt wurden. Einige Erkrankungen könnten durch eine Haltungsberatung sogar nahezu völlig vermieden werden.

Am Anfang einer Behandlung steht daher eine ausführliche Befragung zu den Haltungsbedingungen ihres Tieres. Bitte notieren Sie sich vor einem Besuch bei uns die Art Ihrer Terrarienbeleuchtung (Firma, Lampentyp, Wattzahl). Falls Sie Fertigfutter verwenden oder Vitamine zufüttern, bringen Sie diese bitte in ihrer Originalverpackung mit.

 

Da Reptilien oft nur wenige Symptome zeigen, wird eine Erkrankung häufig erst im fortgeschrittenen Stadium bemerkt. Sie sollten daher, sobald Sie Krankheitsanzeichen bei Ihrem Tier bemerken, einen reptilienkundigen Tierarzt kontaktieren.

 

Bei Tieren, die eine Winterruhe machen, ist mindestens acht Wochen vor der geplanten Einwinterung eine Kotuntersuchung anzuraten.